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Ein Tag wie bei der Berufsfeuerwehr

Auch in diesem Jahr fand wieder ein 24-Stundendienst der Jugendfeuerwehr Borchen statt. Am 10. Oktober begann für 40 Jugendliche und Betreuer um 9 Uhr mit einem Dienstantritt ein aufregender Tag.

Wie bei einer Berufsfeuerwehr wurden die Einsatzfahrzeuge, die aus allen fünf Ortsteilen zur Verfügung gestellt wurden, von den Jugendlichen übernommen und Fahrzeug und Gerät auf ihre Einsatztauglichkeit überprüft.

Der Standort für diesen Tag war das Feuerwehrgerätehaus des Löschzuges Kirchborchen.

Im Obergeschoss der Wache befanden sich der Funktisch und der Lageraum, der an diesem Tag als Leitstelle fungierte.

Aus dieser Leitstelle wurden die fünf Löschfahrzeuge teils gleichzeitig zu fingierten Einsatzstellen geschickt und die Fahrzeugbewegung im gesamten Gemeindegebiet koordiniert.

Am Nachmittag fand, wie bei einer Berufsfeuerwehr, ein Wachunterricht statt, in dem den Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren feuerwehrbezogene Themen beigebracht wurden. So übte eine Gruppe typische Feuerwehrknoten und das Einbinden von Gegenständen in Feuerwehrleinen um beispielsweise eine Axt oder sonstiges Brechwerkzeug in höher gelegene Stockwerke zu ziehen.

Einer anderen Gruppe wurde im Bereich der Ersten Hilfe die vorsichtige Helmabnahme eines verunfallten Motorradfahrers sowie die stabile Seitenlage beigebracht.

Durch zahlreiche Einsätze verging die Zeit bis zum Abend wie im Flug. So wurde zum Beispiel eine Feldscheune in Kirchborchen mithilfe einer Nebelmaschine verraucht, in der die Jugendlichen mehrere vermisste Personen suchen und retten mussten, während andere Einheiten von außen einen Löschangriff auf das Dach der Scheune vornahmen.

Des Weiteren drohten an der alten Wehrkirche im Ortskern Fassadenteile vom Kirchturm abzustürzen, die mit dem Einsatz der Borchener Drehleiter gesichert werden konnten.

Zeitgleich schickte die Leitstelle drei andere Löschfahrzeuge zu einem gemeldeten Wald- und Flächenbrand, der von den Jugendlichen schnell unter Kontrolle gebracht wurde.

Auch ein vorgetäuschter PKW-Brand im Alfener Industriegebiet hielt die jungen Einsatzkräfte in Atem.

Teilweise durchnässt und schon ziemlich erschöpft stärkten sich alle Beteiligten an frisch Gegrilltem.

Doch wirklich Zeit zur Entspannung blieb nicht. Abermals ertönte über eine Hausdurchsage erneut ein Einsatzbefehl für die Brandbekämpfer. Gegen Mitternacht kehrte endlich etwas Ruhe ein.

Gegen sechs Uhr in der Früh wurden alle Einsatzfahrzeuge zu einem Unfall an die Schützenhalle in Alfen alarmiert, an der Personen gerettet werden mussten.

Anschließend stärkten sich alle bei einem ausgiebigen Frühstück.

Die Einsatzfahrzeuge wurden gewaschen und die gesamte Wache geputzt.

Nach 24 Stunden Einsatzdienst konnten die Jugendlichen müde und erschöpft in ihre wohlverdiente „Freizeit“ gehen. Als abschließendes Resumée kann auch diesmal wieder gesagt werden, dass es allen Beteiligten große Freude bereitet hat, einen solchen Tag mit unserer Jugendfeuerwehr auf die Beine gestellt und verbracht zu haben.

Besonders erfreulich war das gute Zusammenarbeiten der älteren  und jüngeren Jugendfeuerwehrmitglieder, die viel von den gesammelten Erfahrungen unserer „Großen“ lernen konnten.





 

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